Als angehende Heilpraktiker beschäftigen wir uns im Rahmen der Phytotherapie sehr intensiv mit Pflanzen und Ihrer Geschichte in der Heilkunst.
Geschichtliches:
Schon seit jeher sind Pflanzen die Begleiter des Menschen, sei es als Nahrung, die Grundlage von Duftstoffen, als Heilpflanzen, als Räucherstoffe über den Tabak bis hin zur Zierpflanze.
So manches kranke Tier in der freien Natur greift bei Krankheit auf eine Pflanze zu die ihm Linderung verschafft. So wälzen sich z.B. kranke Schafe in der Schafgarbe, weshalb sie auch zu ihrem Namen kam. Diese Beispiele aus der Natur schauten sich unsere Vorfahren die ersten Menschen, aber auch der Neandertaler ab. In Gräbern von Neandertalern fand man tatsächlich bereits Heilkräuter.
Schafgarbe
In Höhlenmalereien fand man Hinweise wie Schamanen mit Pflanzen heilten oder sie zu rituellen Zwecken räucherten und damit eine Verbindung zum Himmel und den Geistern herstellten.

Da unsere Vorfahren näher an der Natur waren, hatten Sie ein besseres Verständnis für ihre Umwelt und kannten die volle Wirksamkeit der Pflanzen. Ohnehin war es für die Schamanen immer schon die energetische Wirkung der Pflanze und die Hexen gaben es aus Erfahrungen weiter, erst viel später mit der Entdeckung der Chemie, gelang es dem Menschen zu entschlüsseln welcher Wirkstoff in dieser Pflanze steckt. So gab man im Mittelalter z.B. Mädesüß u.a. bei Wunden, Entzündungen oder Fieber. In jüngerer Zeit entdeckte man im Mädesüß u.a. Salicylsäurederivate. Der Name des Mädesüß als Droge lautet: Spiraeae flos und gab dem Aspirin seinen Namen.
Mädesüß
Bei der Wirkung auf die Seele, denken Sie bitte nur an die 38 Bachblüten, bitte seien sie versichert, dass die Anzahl von Pflanzen die auf die Seele wirken größer ist als nur 38. Edward Bach nutzte hier ein auf Urwissen beruhendes Konzept, wie es z.B. die keltischen Druiden hatten, wenn sie ihre Heilpflanzen aussuchten.
Ein weiterer Aspekt der Pflanzen ist das Räuchern, so war es von jeher so, dass sobald die Menschen Ihre Götter verehrten "heilige Pflanzen" verräuchert wurden. Sei es in den Tempeln der alten Ägyptern oder der Römer oder sei es der Weihrauch, das Olibanum, in der katholischen oder orthodoxen Kirche. Im alten China nannte man das Verräuchern einer bestimmten Mischung: "Den Atem des Drachen".
Auch gab es natürlich die "magischen Tränke" und "sinnevernebelnden Düfte", die man aus Pflanzen herstellte, so mancher große Held in der Geschichte fiel diesen zum Opfer. So sagt man auch der berühmten Helena von Troja nach, sie sei eine große Heilerin und Kräuterkundige gewesen, was wohlmöglich der wahre Grund war, weshalb die Griechen so hart deren Verschwinden nach Troja bestraften, nämlich mit der totalen Vernichtung der Stadt Troja.
Fieberklee
Noch ein so gut wie nicht ausgereizter Aspekt von Pflanzen ist die Aromatherapie, welche sich mehr und mehr in der Schmerztherapie mit großen Erfolgen bewährt.
Während wir im Westen uns fast nur auf die Bachblüten und die Homöopathie ( deren pflanzliche Komponenten ) beschränken und der Phytotherapeut eher die Ausnahme bildet, ist die Kräuterheilkunde ein fester Bestandteil anderer Heilsysteme.
In der traditionellen chinesischen Medizin bildet die Kräuterheilkunde einen Schwerpunkt und wird viel häufiger und wirksamer eingesetzt als die Akupunktur.
Wenn man bei uns gemeinhin zu einem pflanzlichen Heilmittel greift, so denkt man eine oder zwei Tassen z.B. Kamillentee und gut ist es. Hilft oder hilft nicht.
Bei der Phytotherapie ist es folgendermaßen: Die Wirkstoffe sind in der Regel geringer als in synthetischen Präparaten, also soll man sie länger einsetzen. Da sie in der Regel Nebenwirkungsfrei sind kann man sie auch gezielt und längerfristig einsetzen. Im Gegenteil sie haben oftmals auch regenerative Eigenschaften z.B. bei Lebererkrankungen. Das ist es was diese Form der Behandlung so wertvoll macht. Und was es Wert macht sie zu erforschen und anzuwenden. Doch wer sie anwendet, sollte sie auch erlernt haben.
Die Phytotherapie gehört selbstverständlich prinzipiell in die Hände von erfahrenen und darin ausgebildeten Ärzten und Heilpraktikern, aber es bietet sehr gute Alternativen zu vielen Medikamenten.
Kräuter heute:
Gerade in der heutigen Zeit erlebt die Phytotherapie ein großes Comeback. Oft zu unrecht als Hausmittelchen bezeichnet, hat sie eine ungeheuerliche therapeutische und nachhaltige Bandbreite.
Auch in der Frauenheilkunde bieten Kräuter sehr viele Möglichkeiten, da sie regulierende und ausgleichende Eigenschaften haben. Auch dieses gehört in die Hände von erfahrenen Phytotherapeuten.
Kräuter in der Natur
Gänsefingerkraut
Gänseblümchen
Schachtelhalm
Breitwegerich, seinem Namen entsprechend
Heckenrose, bald die Hagebutte 
Holunder ( Frau Holle ) 
Brennessel 
Exkursion: Auf den Spuren von Hexen, Schamanen und Druiden
Schon seit jeher gab und gibt es in jedem Ort mindestens eine Kräuterkundige Person, meist Frauen, die man als Kräuterweib, Kräuterhexe oder den Wurzelsepp bezeichnet. Ihr Wissen basiert auf Uralten Wissen, welches oft nur mündlich weitergegeben wurde.
Pflanzen nehmen in allen Kulturkreisen, schon seit jeher einen hohen Stellenwert ein, auch wenn wir meist nur von Heilkräutern reden, liegen noch viel mehr Geheimnisse in Ihnen verborgen, welche von Schamanen und Druiden gehütet wurden. Der Spruch: "Gegen jedes Übel ist ein Kraut gewachsen" stammt von alten Schamanen, deren Wissen alles Übersteigt was wir uns auch nur im Entferntesten vorzustellen vermögen.
Wir laden Sie ein auf deren Pfaden zu wandern, besuchen "Kraftplätze" und zeigen Ihnen wo so manches Kraut wächst und wollen Ihnen ein Gefühl vermitteln, welche Kräfte in der Natur liegen und weshalb es unsere Natur Wert ist geschützt zu werden.
Es soll ein bewusstes "Wahrnehmen" der Natur mit der Gelegenheit zur Selbsterfahrung stattfinden.
Preis pro Teilnehmer: Erwachsene € 25,- Kinder: € 10,-. Max. 7 Teilnehmer.
Wir führen diese Exkursion in regelmäßigen Abständen von Mai - September durch, bitte entnehmen Sie den genauen Termin unter Seminartermine. Falls Sie keinen Termin finden, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.